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Tipps für den Umgang mit der Erkrankung

Tipps und Tricks

Motivation

Wenn man tagein, tagaus mit einer chronischen Krankheit leben muss, einer Erkrankung, die einen das ganze Leben begleiten wird, fällt es nicht immer leicht, einen positiven Zugang zu finden. Da heißt es dann, sich selbst immer wieder anzuspornen und wieder neuen Mut im Umgang mit der Erkrankung zu fassen.

Sie können sich motivieren,

  • indem Sie selbst ihren aktiven Beitrag leisten, um so gut wie möglich mit der Erkrankung umzugehen und damit Ihre Eigenverantwortung wahrnehmen
  • indem Sie anderen Ihre positiven und negativen Erfahrungen vermitteln
  • indem Sie von Ihren Erfolgserlebnissen berichten und andere hören
  • indem Sie Rückschlüsse aus Ihre Selbstbeobachtung ziehen können
  • indem Sie sich mit anderen Betroffenen austauschen

Wichtig ist die Motivation durch Ihr soziales Umfeld: Angehörige, die Sie lieben, Freunde, die gute Gesprächspartner sind, und eventuell Selbsthilfegruppen! Bauen Sie auf diese Unterstützung und haben Spaß am Leben.

Selbstmanagement

Zunächst ist es wichtig, trotz Erkrankung, eine postive Einstellung zu bewahren. Allein schon eine verbesserte Krankheits- und Behandlungseinsicht bringt viel. Hilfreich ist auch die Sensibilisierung der Körperwahrnehmung: Erkenne ich Warnsignale meines Körpers frühzeitig? Bemerke ich Vorboten und Überlastungsanzeichen? Fällt mir auf, wenn sich mein Krankheitszustand verschlimmert?

Ein wesentlicher Teil des Selbstmanagements ist das Finden der persönlichen, idealen Balance. Werte und Ziele sollten neu überprüft, eine eigene Strategie für den Umgang mit der Erkrankung entwickelt werden. So lassen sich Erschöpfung, Kraftverlust und Leistungsabfall gut in Schach halten. Wirkungsvolle Rituale bringen zusätzlich Orientierung, Struktur und Halt. Weniger „Hau-Ruck-Aktionen“, sondern den Tagesablauf an den Biorhythmus anpassen: Das trägt zu einer entspannten Lebensweise bei, die im Umgang mit der Erkrankung sicher förderlich ist.

Zu einem guten Selbstmanagement bei einer chronischen Erkrankung gehören auch Maßnahmen zum richtigen Umgang mit einem Schub und zur Vermeidung von Folgeerkrankungen. Dazu zählen die Verhinderung von spezifischen Auslösern und das richtige Verhalten in Krisensituationen.

  • Definieren Sie persönliche Ziele in Bezug auf den Umgang mit Ihrer Erkrankung.
  • Achten Sie gut auf sich selbst, passen Sie Ihren Lebensstil an und versuchen Sie positiv zu denken.
  • Suchen Sie Unterstützung im sozialen Umfeld und klären Sie Familie, Freunde und Arbeitskollegen über Ihre Krankheit und Ihre besonderen Bedürfnisse auf.
  • Nehmen Sie Hilfe von medizinischen Fachkräften an, kommunizieren Sie offen mit ihnen.
  • Erlauben Sie sich Trauer, Frustration, aber bitte im richtigen Maß – es sollte Zeit für schlechte, aber vor allem für gute Gefühle geben.
  • Bewegen Sie sich weg von der Problem- hin zur Lösungsorientierung.
  • Suchen Sie sich Informationen rund um den Themenkreis Ihrer Erkrankung und schaffen Sie sich einen bewussten Umgang mit Therapie und Medikation in Abstimmung mit Ihrem behandelnden Arzt.
  • Nehmen Sie Hilfe von medizinischen Fachkräften an, kommunizieren Sie offen mit ihnen.
  • Nehmen Sie Hilfe und Unterstützung an, aber geben Sie die Eigenverantwortung für Ihr Krankheitsmanagement nicht ab.

Wichtig ist die Motivation durch Ihr soziales Umfeld: Angehörige, die Sie lieben, Freunde, die gute Gesprächspartner sind, und eventuell Selbsthilfegruppen! Bauen Sie auf diese Unterstützung und haben Spaß am Leben.

Kommunikationstipps

Zeigen Sie Ihrem Arzt Ihren Willen zur Zusammenarbeit, indem Sie ihm mitteilen, was Sie erwarten. Entwickeln Sie gemeinsam mit Ihrem Arzt ein Therapiekonzept, das sinnvoll ist und an das Sie sich halten können. Dafür sollten Sie folgendes kommunizieren:

  • Ihr individuelles Krankheitsbild – sprechen Sie über Ihre Beschwerden und Einschränkungen
  • Ihr Krankheitsumfeld in Bezug auf das zeitliche Auftreten der Beschwerden
  • Die eigenen therapeutischen Regeln – wie haben Sie die Maßnahmen umgesetzt, haben Sie noch etwas hinzugefügt oder verändert?
  • Die psychische Situation – psychisch belastende Situationen können sich negativ auf Ihre Beschwerden auswirken. Daher sprechen Sie mit Ihrem Arzt auch über einen belastenden Arbeitsalltag oder eine ebensolche familiäre Situation.
  • Das soziale Umfeld – neben der Unterstützung durch Ihren Freundes- und Verwandtenkreis kann Ihr Arzt Ihnen durchaus weitere Aspekte aufzeigen, die sich für Ihre Therapie als nützlich erweisen könnten.
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