Durch welche Symptome sich Psoriasis äußert

Schuppige, juckende Haut und Psoriasis-Arthritis als mögliche Begleiterkrankung: Das sind einige der typischen Symptome der Schuppenflechte. Wie stark die Beschwerden sind, ist abhängig davon, wie ausgeprägt die Entzündung ist und in welchem Ausmaß die Psoriasis-Plaques auftreten. Welche Symptome sich im Detail zeigen können, was unter Psoriasis- Arthritis verstanden und zwischen welchen Formen der Psoriasis unterschieden wird, lesen Sie hier:

Über Anzeichen und Symptome

Zu den typischen Beschwerden bei Psoriasis gehören:

  • Hautsymptome
    Scharf begrenzte und gerötete Hautareale, die von einer Schuppenschicht bedeckt sind. Oft treten sie an Knien, Ellenbogen, in der Kreuzbeinregion und am behaarten Teil des Kopfes auf. Sie sind häufig münz- bis handtellergroß und symmetrisch auf beide Körperhälften verteilt.
  • Juckreiz
    Über die Hälfte aller Betroffenen klagt über Juckreiz.
  • Psoriatische Nagelbeteiligung
    Bei bis zur Hälfte aller Psoriasis-Patienten treten Nagelveränderungen auf: So kommen so genannte „Tüpfelnägel“ vor, die durch kleine, punktförmige Vertiefungen in den Nägeln charakterisiert sind. Außerdem können sich die Nägel verfärben dann spricht man von sogenannten „Ölflecken“. Die Nagelplatte kann sich vom Nagelbett ablösen (Onycholyse) oder es kann zu einer vollständigen Zerstörung der Nagelplatte kommen, wobei die Nägel krümelig werden.
  • Psychische Auswirkungen
    Viele Psoriasis-Patienten schämen sich für ihr Aussehen und vermeiden den Kontakt mit Menschen. Häufig stoßen sie bei ihren Mitmenschen auch auf Ablehnung, da fälschlicherweise angenommen wird, Psoriasis sei ansteckend. Dies kann zu sozialer Isolation und schwerwiegenden psychischen Problemen führen.
  • Erhöhtes Risiko für andere Erkrankungen: Menschen mit Psoriasis leiden zusätzlich oft an Übergewicht, Diabetes mellitus – also dauerhaft erhöhtem Blutzuckerwert –, Bluthochdruck, Psoriasis-Arthritis oder Depressionen. Bei diesen Begleiterkrankungen ist es besonders wichtig, dass sie rechtzeitig diagnostiziert und therapiert werden.

Formen der Psoriasis

Je nach Symptomen gibt es unterschiedliche Ausprägungen von Psoriasis – einige davon kommen nur in sehr seltenen Fällen vor. Man unterscheidet zwischen:

  • Psoriasis vulgaris: Die häufigste Form der Psoriasis ist die Psoriasis vulgaris oder Plaque-Psoriasis, die meist an Ellenbogen, Knie oder an der Kopfhaut auftritt. Es bilden sich flache oder verdickte, weiße Schuppen, die sich im Extremfall über den ganzen Körper ausbreiten können. Psoriasis kann auch die Nägel befallen.
  • Psoriasis inversa: Die Schuppenflechte tritt bei dieser Form nur in den Körperfalten, z.B. Achselhöhlen, Leisten, Gesäßfalte, auf und ist schwerer zu erkennen, da sich an diesen Körperstellen aufgrund von Wärme und Feuchtigkeit nicht die charakteristische Schuppung ausbildet.
  • Psoriatische Erythrodermie: Dieses Erscheinungsbild ist sehr selten und führt zur Rötung und Schuppung großer Hautflächen. Aufgrund hoher Kreislauf- und Stoffwechselbelastungen ist bei psoriatischer Erythrodermie häufig ein Krankenhausaufenthalt nötig.
  • Psoriasis pustulosa: Bei Psoriasis pustulosa entwickeln sich vor allem an den Handinnenflächen und an den Fußsohlen keimfreie Bläschen. Für die Betroffenen ist das Gehen daher sehr schmerzhaft und das Arbeiten mit den Händen oft kaum möglich. Diese Form der Psoriasis macht etwa 5 % aller Fälle aus. In seltenen Fällen kann sich die Psoriasis pustulosa auf den gesamten Körper ausbreiten (Psoriasis pustulosa generalista).
  • Psoriasis guttata:
    Die Psoriasis von Guttata-Typ ist durch ein plötzliches Auftreten von etwa stecknadelkopf- bis etwa centgroßen Herden charakterisiert. Oft spielen Bakterien, etwa Streptokokken, als Auslöser eine Rolle. Circa 10 % aller Psoriasis-Patienten leiden an dieser Form der Erkrankung.

Achten Sie auf Ihre Gelenke:
Psoriasis-Arthritis

Betrifft die der Psoriasis zugrunde liegende Entzündung nicht nur die Haut, sondern auch die Gelenke, so handelt es sich um eine Psoriasis- Arthritis. Etwa ein Drittel aller Patienten mit Psoriasis entwickeln auch Gelenksymptome wie z. B. Schwellungen, Schmerzen und/oder Steifigkeit, die an verschiedenen Gelenken auftreten können. Häufig beginnt eine Psoriasis-Arthritis an den kleinen Gelenken (Hände oder Füße, Zehengelenke). Eine Gelenkbeteiligung kann als erstes Symptom noch vor der Haut oder auch erst mehrere Jahre nach den ersten Hautsymptomen auftreten. Wenn diese Erkrankung nicht behandelt wird, kann es zu irreparablen Gelenksverformungen, -zerstörung und -versteifungen kommen. Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn Ihnen als Patient mit Schuppenflechte Veränderungen auffallen, wie z. B. Schmerzen in den Gelenken oder im Rücken. Das weitere Vorgehen in der Behandlung und eine genaue Diagnose kann nur ein Arzt vorgeben. Wichtig ist, eine Psoriasis-Arthritis früh zu erkennen, denn je zeitnaher die Erkrankung diagnostiziert und therapiert wird, umso eher lassen sich die Spätfolgen reduzieren.


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