Wie Psoriasis behandelt werden kann

Plaque-Psoriasis kann mit einer Vielzahl an verschiedenen Medikamenten gut behandelt werden. Wichtig ist, dass, so wie jeder Mensch auch, jede Schuppenflechte individuell verschieden ist. Die Auswahl der Behandlung erfolgt daher am besten durch einen Facharzt der Dermatologie und richtet sich nach dem Schwere- und Ausbreitungsgrad (wie viele Körperregionen betroffen sind) der Psoriasis. Deshalb ist es wichtig, dass Sie mit Ihrem Dermatologen die für Sie persönlich am besten geeignete Therapie finden. In den meisten Fällen werden die genannten Therapieformen in unterschiedlicher Form miteinander kombiniert. Wirkt ein Mittel nicht optimal oder treten Nebenwirkungen auf, besprechen Sie das bitte mit Ihrem Arzt / Ihrer Ärztin. Auch wenn Sie mit dem Behandlungserfolg nicht zufrieden sind, sollten Sie beim nächsten Arztbesuch unbedingt darüber sprechen, damit die Therapie optimiert werden kann. Meist lässt sich durch eine Anpassung der Therapie gemeinsam mit Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin eine für Sie gute Lösung finden. Setzen Sie bitte keinesfalls die Therapie eigenmächtig ab oder ändern die Einnahmehäufigkeit – auch, wenn sich die Beschwerden verbessern. Psoriasis ist eine lebenslange (chronische) Erkrankung, die eine kontinuierliche Behandlung erfordert, um langfristig unter Kontrolle gehalten werden zu können.

  • Basistherapie: Hierfür werden rückfettende und pflegende Cremes, Salben oder Lotionen ohne Wirkstoffe angewendet. Hautpflege verbessert den Zustand der Haut und kann helfen, die erscheinungsfreie Zeit zu verlängern.
  • Lokaltherapien: Als Vorbereitung für diese Therapie können die Schuppen durch Bäder oder das Auftragen von harnstoffhaltigen Cremen entfernt werden. Danach werden vor allem Kortisonpräparate eingesetzt, die man in Form einer Salbe, Creme oder Tinktur auf der Haut anwendet. Neben Kortison können Vitamin-D3-Präparate als Cremen oder Salben verordnet werden, die jedoch eher eine Ergänzung zu anderen Therapien wie der Ultraviolett(UV)-Bestrahlung darstellen und bei einer leichteren Form einer Psoriasis angewandt werden.
  • Phototherapie: Bei der Phototherapie handelt es sich um eine Lichttherapie, die für verschiedene Arten der Psoriasis eingesetzt werden kann. Man erzielt meist rasche Erfolge, kann die Therapie aber nur zeitlich begrenzt und nicht zu oft einsetzen, um der Haut nicht zu schaden, da die UVB-Strahlen mit hoher Sonnenexposition vergleichbar sind.
  • Systemtherapien: Wenn die Lokaltherapie nicht ausreicht, kommen Systemtherapien zum Einsatz. Mittels Einnahme von Medikamenten wird die Schuppenflechte „von innen“ behandelt. Unter Systemtherapien fallen Medikamente wie Retinoide, MTX oder Cyclosporin A. Auch die PUVA-Therapie zählt zu den systemischen Ansätzen. Hier wird Lichttherapie mit der Einnahme von photosensibilisierenden Substanzen (machen die Haut empfindlicher für UV-Strahlung) kombiniert.
  • Biologika: Biologika sind biotechnologisch, d.h. aus Zellen und nicht chemisch, hergestellte Medikamente, die gezielt in den Entzündungsprozess im körpereigenen Abwehrsystem eingreifen. Sie werden eingesetzt wenn die gängigen systemischen Behandlungen nicht ausreichend wirksam waren, nicht vertragen werden oder aufgrund von Gegenanzeigen nicht verwendet werden können. Die meisten zugelassenen Präparate blockieren den Botenstoff TNF-α, der Entzündungen hervorruft und verstärkt. Ein weiterer therapeutischer Ansatz ist das Hemmen von anderen Botenstoffen wie Interleukinen.

    Biologika sind schon seit Jahren als Therapie der Schuppenflechte – auch bei Kindern und Jugendlichen - in Verwendung, sodass Ärzte bereits über langjährige Erfahrungen mit dieser Medikamentenklasse verfügen.

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