Wie sich Psoriasis Arthritis äußert

Psoriasis Arthritis (PsA) tritt oft als Begleiterkrankung zu Psoriasis (Schuppenflechte) auf. Welche typischen Beschwerden sich zeigen und wie die Erkrankung diagnostiziert wird, erfahren Sie hier.

Folgende Symptome sind typisch für eine PsA:

  • Entzündungen in den Gelenken: Bei der PsA sind im Frühstadium wenige, kleine Gelenke der Hände und Füße betroffen. Die Entzündung tritt oft an allen Gelenken nur eines Fingers oder Zehs auf. Nach einiger Zeit entwickelt sich eine Entzündung vieler verschiedener Gelenke, vor allem im Bereich der unteren Körperhälfte. Es können aber auch Weichteile wie Sehnenansätze, Schleimbeutel, Sehnenscheiden oder die Bänder betroffen sein. Manchmal tritt zudem eine Entzündung der Gefäß- oder Regenbogenhaut des Auges (Uveitis oder Iritis) auf.
  • Psoriasis der Haut: Gleichzeitig tritt oft eine Schuppenflechte auf
  • Psoriatische Nagelbeteiligung: Verfärbung der Nägel, Auflösung oder Abhebung der Nagelplatte
  • Keine Rheumafaktoren im Blut
  • Daktylitis: Bestehende oder vorhergehende Schwellung eines Fingers oder einer Zehe („Wurstfinger“, „Wurstzehe“)
  • Radiologische Anzeichen einer gelenksnahen Knochenneubildung

Wie sich die Erkrankung nachweisen lässt

Weisen Sie Ihren Arzt auf Beobachtungen oder Beschwerden hin. Die Zusammenarbeit zwischen Dermatologen und Rheumatologen ist bei der Behandlung von Psoriasis Arthritis wichtig. Um die richtige Diagnose zu stellen und andere Krankheiten auszuschließen, werden die Ergebnisse unterschiedlicher Untersuchungen wie ein Puzzle zusammengesetzt. Für die Diagnose wird Ihr Arzt ein ausführliches Gespräch mit Ihnen führen und verschiedene Blutanalysen durchführen. Ein wichtiger Hinweis auf eine PsA ist für den Arzt das aktuelle oder frühere Auftreten einer Schuppenflechte bei Ihnen oder bei Ihren nahen Verwandten. Bildgebende Verfahren wie Röntgen, Ultraschall (Sonografie) und Magnetresonanztomografie (MRT) nehmen heute einen wichtigen Platz in der Diagnose und Verlaufskontrolle der Gelenkentzündung bei PsA ein. Vor allem die beiden letzten Methoden ermöglichen es, schon früh zu erkennen, ob Gelenke entzündet sind oder sogar schon Knochenschäden vorliegen. Der Ultraschall eignet sich besonders gut zur Beurteilung der Gelenkknorpel und der umgebenden Weichteile. Ob und wie stark der Knochen durch die Entzündung beschädigt wurde, ist im Röntgenbild des betroffenen Gelenkes zu sehen.


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